Heizlastberechnung
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Wärmebrücken
Wärmebrücken - Thermal bridges Wärmebrücken sind partielle thermische Schwachstellen in der Gebäudehülle bzw. im Bauteil, in denen ein höherer Wärmeverlust als im unmittelbar angrenzenden Umfeld auftritt. Sie bilden quasi eine "Brücke", über welche die Wärme leichter, als in den umgebenden Flächen, entweichen kann.
Man unterscheidet konstruktive, geometrische und materialbedingte Ursachen für Wärmebrücken. Konstruktive Wärmebrücken (Bauteilanschlüsse)Sie entstehen durch das Einbringen von Bauteilen in die Außenhülle (Durchdringung). Z.B.
Geometrische WärmebrückenBetrachtet man eine Außenwandecke im Schnitt, erkennt man, daß die wärmeaufnehmende Innenoberfläche kleiner ist als die ihr zugeordnete wärmeabgebende Außenoberfläche (Kühlrippeneffekt). Dadurch erfolgt eine stetige Erweiterung der Querschnittsfläche für den Wärmestrom von innen nach außen (Schimmel in Ecken). Materialbedingte WärmebrückenBauelemente mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit sind in die, mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit bestehende Außenhülle integriert bzw. durchdringen diese. Stabkonstruktionen, wie Holzbalken, Stahlprofile, Betonstützen usw. wie auch ins Bauteil eingelassene Verbindungsmittel sind Beispiele für diese Art der Wärmebrücke. Die Zuordnung einer bestimmten Wärmebrücke zu einer Gruppe ist abhängig von der Betrachtungsweise und dem Konstruktionsprinzip. Oftmals sind es Mischformen mehrerer Gruppen. In der Fachliteratur finden sich unterschiedliche Zuordnungsansätze und Interpretationen. Wärmebrücken lassen sich durch Thermografieaufnahmen sichtbar machen. Im Rahmen des Nachweisverfahrens zur EnEV werden die Wärmebrücken auf eine der folgenden Arten berücksichtigt:
Für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 werden dieselben Werte als Wärmebrückenzuschlag fc (= ΔUWB) übernommen. Alt-und Bestandsbauten, für die kein EnEV-Nachweis vorliegt, werden ebenfalls pauschal mit ΔUWB=0,1 W/(m²K) berücksichtigt. |
