Hinweise zum Ausfüllen des Auftrags- und Datenblatts für Altbauten (Fragebogen) und Zusammenstellung der Unterlagen.

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 - Erforderliche Angaben

Bauvorhaben/Objekt (Gebäudedaten)

  1. Postleitzahl
  2. Baupläne
  3. Himmelsrichtung
  4. Welche Räume werden beheizt und berechnet?
  5. Wärmeschutzverordnung WSVO/Energieeinsparverordnung EnEV
  6. Verschiedenes

Gebäudespezifische Angaben

  1. Hinweis

Projektdaten

  1. Grundwassertiefe
  2. Gebäudehöhe
  3. Gebäudelage/Abschirmung
  4. Innentemperaturen
  5. Aussentemperaturkorrektur - Gewünschte Zusatz-Aufheizleistung
  6. Z - Tiefe der Bodenplatten-Unterkante unter Erdreichoberfläche in [m]

Luftdichtheit der Gebäudehülle/Wärmebrücken

  1. Luftdichtheit der Gebäudehülle
  2. Wärmebrücken

U-Werte

  1. U-Werte

Postleitzahl

Wichtig ist die Angabe der PLZ, da nach dieser die Außentemperatur Θ'e gewählt wird. Der nächst größerer Ort mit gleich/größer 20000 Einwohnern muß nur angegeben werden, wenn der Objektstandort weniger als 20000 Einwohnern hat. Dies ermöglicht die Zuordnung der Außentemperatur Θ'e bei Orten, welche nicht namentlich in der Norm aufgeführt sind. Suche der Einwohneranzahl ggf. unter Wikipedia.


Baupläne

Zur Berechnung der Heizlast benötigen wir als Kopie:

  • die vollständig bemassten, aktuellen Grundrisspläne und Schnittzeichnungen Ihres Gebäudes, u.a. die:
    • lichten Fenster- und Türöffnungsmaße
    • Brüstungshöhe der Fenster
    • Höhe des Erdreichs bei Kellerwänden
  • Massstab 1:100 oder 1:50
  • ergänzt durch die von uns erbetenen Einträge "Beheizt" (BH) bzw. "Nichtbeheizt" (NBH) und die Innentemperatur (siehe weiter unten)
  • in Papierform oder per E-Mail (Dateiformat pdf oder bitte nachfragen)

Falls keine bemasste Ansicht oder Schnitt vorliegt, gehen wir von nachstehenden Daten aus:

  • Dachschräge 40°
  • Drempel/Kniestock Höhe = 0,7 m
  • Dachgeschoss hat eine oberste Decke gegen den Spitzboden (wie das große A)
  • Geschosshöhe EG, OG, DG = 2,75 m (Massangabe Geschosshöhe: Fußbodenoberkante bis Fußbodenoberkante)
  • Geschosshöhe KG = 2,4 m
  • Deckenstärke = 0,25 m
  • Fensterhöhe = 1,3 m
  • Türhöhe = 2,1 m

Ein Standard-Schnitt zum Ausfüllen kann auf unserer Webseite unter: -> Downloads herunter geladen werden.


Himmelsrichtung

Bitte achten Sie darauf, dass die Himmelsrichtung (Nord-Pfeil) in den Grundrissen eingetragen ist. Fehlt dieser, gehen wir davon aus, dass Norden in Zwölfuhrrichtung auf einer lesbaren Zeichnung liegt.


Welche Räume werden beheizt und berechnet?

Beheizte Räume kennzeichnen Sie in der Grundrisszeichnung mit dem Kürzel BH für beheizt und der Raumtemperatur z.B.: "Kinderzimmer BH/20 °C".

Unbeheizte Räume kennzeichnen Sie in der Grundrisszeichnung mit dem Kürzel UBH für unbeheizt z.B. "Treppenhaus UBH". Fehlen diese Angaben, wird für alle Räume die Heizlast berechnet. Außer:

  • Keller
  • Vorrat
  • Abstellraum
  • Heizung
  • Tank-/Pelletslager
  • innenliegende Flure in Geschosswohnungen

Wärmeschutzverordnung WSVO/Energieeinsparverordnung EnEV

Bitte senden Sie uns, wenn vorhanden, den Wärmeschutznachweis bzw. den Nachweis zur -> EnEV zu. Wichtig ist hierbei vor allen Dingen die k-Wert bzw. U-Wert-Tabelle.


Verschiedenes

Hilfreich sind ebenfalls

  • Baubeschreibung
  • Beschreibung der Änderungen bei der Sanierung des Gebäudes

Ersetzen Sie fehlende Angaben durch handschriftliche Skizzen.
Bitte senden Sie uns nur Kopien Ihrer Zeichnungen und Unterlagen. Wegen möglicher Rückfragen bzw. Nachbearbeitung archivieren wir diese mit der Heizlastberechnung.


Hinweis

Die bei den einzelnen Optionen hervorgehobenen Werte sind Standardwerte und werden verwendet, wenn Sie zu dieser Position keine Angaben machen.


Grundwassertiefe

Wie groß ist der Abstand zwischen Unterkante Bodenplatte bis Grundwasserspiegel?

  • gleich/größer 3 m
  • kleiner 3m (Standardwert)

Gebäudehöhe

Wie hoch ist das Gebäude? Abstand Freifläche bis First.


Gebäudelage/Abschirmung

Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • keine Abschirmung
    • Gebäude in windreichen Gegenden, Hochhäuser in Stadtzentren
  • moderate Abschirmung (Standardwert)
    • Gebäude im Freien, umgeben von Bäumen bzw. anderen Gebäuden, Vorstädte
  • gute Abschirmung
    • Gebäude mittlerer Höhe in Stadtzentren, Gebäude in bewaldeten Regionen

Innentemperaturen

Sie können wählen zwischen:

  • Norm-Innentemperaturen nach DIN EN 12831
    RaumartNorm-Innentemperatur Θint [°C]
    Wohn- und Schlafräume +20
    Büroräume, Sitzungszimmer, Ausstellungsräume, Haupttreppenräume, Schalterhallen +20
    Hotelzimmer +20
    Verkaufsräume und Läden allgemein +20
    Unterrichtsräume allgemein +20
    Theater- und Konzerträume +20
    Bade- und Duschräume, Bäder, Umkleideräume, Untersuchungszimmer (generell jede Nutzung für den unbekleideten Bereich) +24
    WC-Räume +20
    Beheizte Nebenräume (Flure, Treppenhäuser) +15
  • Individuelle Raumtemperaturen

    Sollten Sie andere als die in der Norm verwendeten Innentemperaturen wünschen, so tragen Sie diese bitte in nachstehender Form in die Grundrißzeichnungen ein: z. B. BH/20 °C für einen beheizten Raum mit 20 °C Innentemperatur. Oder NBH, für einen unbeheizten Raum. Siehe auch unter -> Welche Räume werden beheizt und berechnet? .
    Wir empfehlen Ihnen, die bewährten Raumtemperaturen der Norm zu verwenden.


Aussentemperaturkorrektur - Gewünschte Zusatz-Aufheizleistung

Die wirksame Speicherfähigkeit des Gebäudes Cwirk (auch als wirksame Gebäudemasse bezeichnet) wird für die Berechnung der

  • -> Außentemperaturkorrektur - ΔΘe bzw. für die Berechnung der
  • Zusatz-Aufheizleistung (Sondervereinbahrung!) nach unterbrochenem Heizbetrieb (z. B. Nachtabsenkung)

benötigt.

Dafür wählen Sie bitte eine der Optionen für die Wirksame Gebäudemasse

  • Leichte Gebäudemasse (abgehängte Decken und aufgeständerte Böden und/oder Wände in Leichtbauweise)
  • Mittelschwere und schwere Gebäudemasse (Betondecken und -böden mit Wänden in Leichtbauweise bzw. Mauerwerk/Beton)

Durch hohe Cwirk-Werte, d.h., eine gute Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes, kann die -> Norm-Aussentemperatur - Θe (über die Außentemperaturkorrektur) reduziert und damit die Heizlast gesenkt werden. Dadurch fällt ebenfalls eine mögliche Zusatz-Aufheizleistung (Sondervereinbarung) deutlich geringer aus.

Im Normalfall ist eine Zusatz-Aufheizleistung nicht notwendig und muß extra vereinbart werden (Aufpreis 5,- € pro Raum für die Berechnug der Zusatz-Aufheizleistung). Das entsprechende Formular finden Sie hier unter -> Formblatt V1 - Vereinbarungen der Raumlufttemperaturen, Luftwechsel und Wiederaufheizzeiten. Weitergehende Hinweise zu diesem Thema finden Sie unter -> Hilfe zur Heizlastberechnung .


Z - Tiefe der Bodenplatten-Unterkante unter Erdreichoberfläche in [m]

Dient der Berechnung der Wärmeverluste an das Erdreich, sowohl der Bodenplatte als auch der erdreichberührten Wände.


Luftdichtheit der Gebäudehülle

Anhaltswerte für die Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle bei einem Luftwechsel von 50 Pa Druckdifferenz n50 pro Stunde, geordnet nach Kategorie I - IV.

Kategorie Ia
Nach EnEV errichtete Gebäude mit raumlufttechnischen Anlagen (auch Wohnungslüftungsanlagen)
Bitte tragen Sie in jeden Raum, der an die Lüftungsanlage angeschlossen ist, den Zuluft- bzw. den Abluftvolumenstrom, in die Grundrißzeichnungen ein.
Kategorie Ib (Standard)
Anlagen (auch Wohnungslüftungsanlagen) Nach EnEV errichtete Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen
Kategorie II
Nicht nach EnEV errichtete Gebäude mit mittlerer Dichtheit
Kategorie III
Fälle, die nicht den v. g. Kategorien entsprechen z. B. Wohngebäude im Bestand (wenig dicht)
Kategorie IV
Vorhandensein offensichtlicher Undichtheiten, wie z. B. offene Fugen in der Luftdichtheitsschicht oder der wärmeüber tragenden Umfassungsfläche (sehr undicht), z. B. keine Fensterabdichtung, Einfachverglasung

Ist eine klare Einstufung der Luftdichtheit nicht möglich, kann zur Bestimmung die nächst ungünstigere Kategorie (die Folgende) angekreuzt werden.


Wärmebrücken

Im Rahmen des Nachweisverfahrens zur EnEV werden die -> Wärmebrücken auf eine der folgenden Arten berücksichtigt:

  • Durch pauschale Erhöhung des Wärmedurchgangskoeffizienten um delta
    UWB=0,1 W/(m²K) für die gesamte Umfassungsfläche (Standard)
  • Bei Anwendung der Ausführungsempfehlungen nach DIN 4108, Bbl. 2 durch Erhöhung des Wärmedurchgangskoeffizienten um
    UWB=0,05 W/(m²K) für die gesamte Umfassungsfläche
  • Durch genauen, rechnerischen Nachweis jeder einzelnen Wärmebrücke nach DIN EN ISO 10211, Teil 1 und Teil 2

Alt-und Bestandsbauten, für die kein EnEV-Nachweis vorliegt, werden ebenfalls pauschal mit UWB=0,1 W/(m²K) berücksichtigt.


U-Werte

Konkret
Diese Werte entnehmen Sie bitte Ihren Unterlagen, EnEV-Nachweis Baubeschreibung usw.
Nach WSVO/EnEV
Es werden die für das angegebene Baujahr gültigen EnEV/WSVO-Werte verwendet.
Nach Bauteilkatalog
Können weder konkrete noch EnEV-Werte verwendet werden, nutzen wir Daten aus diversen Bauteilkatalogen und Fachliteratur.
Nach Berechnung
Gern berechnen wir den -> U-Wert Ihres Bauteils. Bitte geben Sie den Aufbau des Bauteils mit Schichtdicke, Material, Wärmeleitfähigkeit und Dichte auf einem extra Blatt an (Aufpreis 5,00 € pro berechnetem U- Wert).

Handelt es sich um ein neueres Gebäude, dann legen Sie am besten den EnEV- Nachweis bzw. den Nachweis zur WSchVO als Kopie mit bei. Hier sind die meisten für uns relevanten Angaben enthalten.

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